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babs schrieb am 29.07.2010 um 15:00:

sie

als sie lachte,sagte man ihr,sie sei kindisch.
also machte sie fortan ein ernstes gesicht.das kind in ihr blieb,aber sie durfte nicht mehr lachen.
als sie liebte,sagte man ihr,sie sei romantisch,also lrente sie realistischer zu sein.sie verdrängte so manche liebe.als sie reden wollte,sagte man ihr,darüber spricht man nicht.also lernte sie zu schweigen.die fragen,die in ihr brannten,blieben ohne antwort.als sie weinte sagte man ihr,sie sei zu weich.also lernte sie,ihre tränen zu unterdrücken.sie weinte zwar nicht mehr,aber härte rwurde sie dadurch auch nicht.
als sie schrie,sate man ihr,sie sei hysterisch.also lernte sie,nur noch zu schreien,wenn niemand es hörte,oder sie schrie lautlos in sich hinein.als sie zu trinken begann,sagte man ihr,das löse probleme nicht.sie soll eine entziehungskur machen.es war ihr egal,weil ihr schon so viel entzogen worden war.als sie wieder draußen war,sagte man ihr ,sie könne nun ein neues leben beginnen,also tat sie ,als begänne sie ein neues leben.aber wirklich leben konnte sie nicht mehr.sie hatte es verlernt.als sie sich ein jahr später das leben nahm,sagte man garnichts mehr.und jeder versuchte für sich,leise das unbehagen mit den blumen ins grab zu werfen.

kein trost für sie,aber eine kleine geschichte,für alle ,die ihre seite besuchen

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Andreas schrieb am 24.03.2010 um 03:22:

Sofia

Diese Seite hat mich sehr berührt.

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Jana L. schrieb am 02.03.2010 um 14:24:

Licht

Sehr geehrte Angehörige,
Worte zu finden,weiterleben zu müssen,...alles ist sehr schwer.Jeder muss seinen eignen Weg finden um weiter zu machen,dafür Verständnis zu haben ist nicht einfach.Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Licht!

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Regine schrieb am 22.02.2010 um 14:38:

ach könnte ich doch Trost geben

Liebe Kathi, lieber Franco,

diese Geschichte ist nicht von mir, hat mir aber in misslichen Lebenslagen immer geholfen und ich möchte sie mit Euch teilen, weil mir im Moment die passenden eigenen Worte fehlen:

Das Märchen von der traurigen Traurigkeit

Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war
wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte
den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei der
zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte
nicht viel erkennen.

Das Wesen, das da im Staub auf dem Wege sass, schien fast körperlos.

Sie erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen.

Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?"

Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die
Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und leise, dass sie kaum zu
hören war.

"Ach, die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie
eine alte Bekannte grüssen.

"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch.

"Natürlich kenne ich dich! Immer wieder hast du mich ein Stück des Weges
begleitet."

"Ja, aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht
vor mir? Hast du denn keine Angst?"

"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weisst doch selbst
nur zu gut, dass du jeden Flüchtling einholst. Aber, was ich dich fragen
will: Warum siehst du so mutlos aus?"

"Ich... bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.

"Die kleine alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte
sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich
so bedrückt."

Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören
wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht. "Ach, weisst du",
begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, dass mich
einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu
gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu
ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden
mich wie die Pest."

Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen
sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter.
Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen:
Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie
sagen: Man muss sich nur zusammen reissen. Und spüren das Reissen in den
Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die
aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben
sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen."

"Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft
begegnet." Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen.
"Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei
ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu
bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders
dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf, wie eine schlecht verheilte
Wunde, und das tut sehr weh.

Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint,
kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht,
dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles
Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus
Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach,
dann stärker und schliesslich ganz verzweifelt.

Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in
ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlte, dachte sie und
streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit",
flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln
kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich
begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt."

Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und
betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber ... aber - wer bist
eigentlich du?"

"Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie
wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. "Ich bin die Hoffnung."


Gern würde ich Euch hier bei uns begrüßen, wenn der lange Winter endlich vorbei ist. Ich hole dann extra die Sonne raus und lass unsere tollen Landschaften in einem sehr fröhlichen Licht für Euch dastehen!!
Eure Regine

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sirius&nibiru schrieb am 16.02.2010 um 22:50:

Tränen in den Augen und Tränen auf der Tastatur

Ich kenne Sie persönlich nicht. Keine Ahnung wie ich diese Seite finden konnte. Denn den Zufall gibt es nicht. Habe meinen Vater viel zu früh durch Krankheit verloren 17.Mai 1981. Mittlerweile bin erwachsen geworden und immer noch nicht über den Tod meines Vaters hinweg gekommen. Ich kann Sie und andere Hinterbliebene sehr gut verstehen. Aber der Freitod ist für mich keine Alternative, nach jeder Nacht kommt ein neuer Tag. Oder das irgendwer sagt, na endlich sind wir den los. Das will ich dann doch nicht. Obwohl die Selbst-Beurteilung Ihrer Sofia, auch auf mich ganz genau zu trifft. Schon bei meiner Geburt leistete ich aktiven Widerstand, nicht genug das ich erst 14 Tage zu spät zur Welt kam. Ihnen alles gute. viele Grüße

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Karpantis schrieb am 11.01.2010 um 21:54:

Hi

Geht es euch gut?
Ist alles OK?

Grüße, K

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bea schrieb am 19.10.2009 um 20:11:

-

vielen dank

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Ruth schrieb am 18.09.2009 um 17:09:

Gruß

Ich bin heute auf eure Seite gestoßen, weil der Pastor anlässlich der Trauerfeier für meine Mutter den Text "Ich bin nur auf der anderen Seite des Weges" gelesen hat und mir der Text so gutgetan hat.
Meine Mutter ist innerhalb von 8 Wochen gestorben, darum tut der Text so gut. Ich sende euch liebe Grüße
Ruth

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Martina schrieb am 24.07.2009 um 12:14:

Ich leide mit

Auch ich hab meinen sohn Timo vor knapp 20 monaten durch freitod verloren und komm immer noch nicht klar mit dem warum . Durch zufall habe ich von dieer seite erfahren und mir das gedicht ;auf der anderen Seite des weges ; durch gelesen jetzt ist mir klar das es allen verwaisten eltern so geht wie mir und in unseren herzen die kinder weiter leben dürfen und auch sollen ! viele liebe grüße martina

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Christian schrieb am 01.06.2009 um 14:19:

Warum?

Ich bin heute durch Zufall auf diese homepage gestossen. Sofias Leben und ihr tragischer Tod hat mich sehr nachdenklich gemacht. In vielen Beiträgen taucht die Frage nach dem "warum" auf. Ich als Unbeteiligter maße mir nicht an, darauf eine Antwort zu haben, versuche aber, auf Grund der wenigen Informationen, die mir zur Verfügung stehen, darüber einige schlüssige Gedanken zu formulieren: Ich denke, Sofia war ein Mensch mit hohen Idealen, Prinzipien und hohen Ansprüchen, auch an sich selbst. Zudem war sie sicherlich ein höchst sensibles und empindsames Wesen, mit einem hohen Potential an Kreativität und Ausdrucksvermögen in vielen Bereichen und auf vielen Ebenen, gepaart mit einer starken Sehnsucht nach Heilsein, Vollkommenheit, nach einem Leben in Harmonie und Schönheit. Vermutlich hat Sofia in ihren letzten Jahren Erfahrungen gemacht (wie beinahe jeder Mensch)die geeignet waren, diese positive Grundhaltung dem Leben gegenüber massiv in Frage zu stellen. Es könnte sein, dass Sofia an diesen Widersprüchen zerbrochen ist, dass sie keinen Weg mehr gesehen hat, die reale, oft triste Welt mit ihren Idealen und Sehnsüchten in Einklang bringen zu können. Sie hat wohl als einzigen Ausweg den Freitod gesehen, verbunden mit der vagen Hoffnung auf ein besseres "danach". All jenen, die vielleicht ähnlich fühlen und denken, möchte ich zurufen: "Es GIBT Wege, die aus der Hoffnungslosigkeit heraus führen! Bleibt euren Prinzipien treu, versucht aktiv, euch selbst und damit die Welt zu verändern. Alles ist wandelbar und kann damit auch verändert werden. Was heute als aussichtlos erscheint, erstrahlt vielleicht schon morgen im hellen Licht der Zuversicht! Denkt helles und positives und das Licht vertreibt die Schatten und Chimären der Nacht. Hört niemals auf, gutes zu tun und zu denken, und das Glück wird sich euch zugesellen...

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